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zu Fuß sowie mit Fahrrad, Auto, Bahn und Kreuzfahrtschiff.

Doi Inthanon-Loop mit dem Motorroller im November 2025

Ich besuche den Doi-Inthanon-Nationalpark, wandere mit lokalen Guides durch Regenwald, vorbei an Wasserfällen und über Aussichtsplattformen, und übernachte in idyllischen Homestays und Eco-Hotels inmitten von Reisfeldern. Am höchsten Punkt Thailands bietet sich zwar kein Ausblick, doch die Stimmung in den Bergen, mit Nebel und kühleren Temperaturen, prägt die Reise. Unterwegs schließe ich mich verschiedenen Gruppen an und erlebe die Naturpfade, die dichten Wälder und die abwechslungsreiche Landschaft des Nationalparks. Auf dem Rückweg besichtige ich noch den Tham Luang Pha Wiang Tempel mit seinen beeindruckenden Höhlenräumen und den Wat Pa Sang Ngam mit seinen außergewöhnlichen Buddha-Statuen. Schließlich erreiche ich am späten Nachmittag wieder Chiang Mai und beende die Tour.

15. November 2026 - Von Chiang Mai in den Nationalpark

Am Morgen startete ich mit meiner Honday "Scoopy" in Chiang Mai und folgte der Autobahn, bis ich nach etwa anderthalb Stunden den Eingang des Doi-Inthanon-Nationalparks erreichte. Der Park zählt zu den bekanntesten in Thailand, liegt rund 70 Kilometer von Chiang Mai entfernt und beherbergt mit seinen 2565 Metern den höchsten Berg des Landes. Der Eintritt kostet für ausländische Besucher 300 Baht, hinzu kommen 20 Baht für das Motorrad.

Schon kurz nach dem Passieren des Tores wird es spürbar kühler, und die Straße windet sich langsam den Berg hinauf. Direkt entlang der Route liegen zwei wunderschöne Wasserfälle, die nach den vielen Regenfällen derzeit besonders viel Wasser führen. Der Wachirathan-Wasserfall befindet sich an der Straße 1009 und bietet mehrere Aussichtsterrassen, ein Café und zahlreiche Restaurants. Nur wenige Kilometer weiter erreicht man einen Parkplatz, von dem ein Pfad zum Sirithan-Wasserfall abgeht.

Ebenfalls an der Route 1009 liegt der Kew Mae Pan Nature Trail. Die moderate Wanderung dauert etwa 1,5 bis 2,5 Stunden und umfasst rund drei Kilometer. Der Weg führt vorbei an kleineren Wasserfällen, über Brücken, die reißende Bäche überqueren, und hin zu Aussichtsplattformen mit Blick auf die Reisfelder und die Bergkette des Nationalparks. Die Tour darf nur mit einem Hmong-Guide unternommen werden, die am Parkplatz auf Besucher warten (229 Baht pro Gruppe). Da ich allein unterwegs bin, schließe ich mich einer Gruppe junger Thais aus Bangkok an. Wir unterhalten uns viel, machen gemeinsam Fotos – und werden am Ende der Route mit einem Pickup zurück zum Parkplatz gebracht (150 Baht für die gesamte Gruppe).

Da es inzwischen Nachmittag geworden ist, die Temperaturen sinken und die Dämmerung näher rückt, fahre ich zu meinem zuvor gebuchten Homestay am Rand der Bergkette. Das kleine, versteckt gelegene Resort liegt idyllisch in einem Tal. Die einfachen Holzbungalows verfügen über Strom und warmes Wasser; von der Veranda blickt man direkt auf die nun goldbraun gefärbten Reisfelder.

Nach Einbruch der Dunkelheit herrscht hier absolute Schwärze. Aus allen Richtungen dringen unbekannte Geräusche, und über dem Tal spannt sich ein klarer, weiter Sternenhimmel – hell und beeindruckend.


16. November 2026 - Vom Gipfel nach Hot

Am Morgen stiegen feine Nebelschwaden über den Reisfeldern auf, und kurz darauf wurde mir ein wunderbares Frühstück serviert. Nach einem kurzen Stopp an einer Selbstbedienungstankstelle fuhr ich zurück in den Nationalpark – diesmal direkt hinauf bis fast zum Gipfel.

Kurz vor der höchsten Stelle beginnt ein weiterer Naturpfad, für den ebenfalls ein lokaler Guide erforderlich ist (etwa 5 Euro pro Gruppe). Ich schloss mich zwei jungen Ukrainern an, und gemeinsam bildeten wir eine kleine Wandergruppe. Der Weg führte durch dichten Regenwald, vorbei an kleinen Wasserfällen und zu beeindruckenden Aussichtspunkten. Die Strecke war rund drei Kilometer lang und dauerte fast zwei Stunden.

Im Anschluss fuhr ich die wenigen Kilometer weiter bis zum Gipfel des Doi Inthanon auf 2565 Metern. Leider bietet der höchste Punkt selbst aufgrund eines militärischen Sperrgebiets keine echten Ausblicke – stattdessen stehen dort Schilder, vor denen Besucher für Fotos posieren können. Danach machte ich mich wieder auf den Weg hinunter ins Tal und weiter in den nächsten Ort, nach Hot.

Das Eco-Hotel, in dem ich übernachte, liegt auf einem weitläufigen Grundstück mit Reisfeldern und einem kleinen See. Alle Zimmer sind nach vorne ausgerichtet und verfügen über eine Terrasse oder einen Balkon. Eine wunderschöne Anlage – und in dieser Nacht war ich der einzige Gast.


17. November 2026 - Von Hot zurück nach Chiang Mai

Am Morgen fuhr ich etwa eine Stunde bis zum Tham Luang Pha Wiang Tempel, der abseits der Hauptstraße mitten im Wald liegt. Von dort führt ein Pfad in rund 20 Minuten bergauf zu einer Höhle. Der Eingang wirkt zunächst unscheinbar, doch schon bald öffnen sich mehrere riesige Hallen, in denen nicht nur Fledermäuse ihre Kreise ziehen, sondern auch zahlreiche große und kleine Buddhastatuen aufgestellt sind. Nach weiteren kleineren Räumen gelangt man schließlich in eine Kammer, in der einem sofort die Brille beschlägt, der Schweiß herunterläuft und die Luftfeuchtigkeit nahezu 100 Prozent erreicht. Ein Mönch erklärt mir später, dass aus den Wänden heiße Dämpfe strömen und für dieses ungewöhnliche Klima sorgen.

Im Anschluss fahre ich weiter auf der Straße 106 über Lamphun in Richtung Chiang Mai. Unterwegs halte ich am Pa Sang Ngam Tempel, dessen verschiedene Bauwerke zum Verweilen einladen: ein großer sitzender Buddha, der über einem antiken Buddha thront, sowie eine vollständig verspiegelte Silberhalle, in der ebenfalls eine silberne Buddhastatue sitzt.

Am späten Nachmittag erreiche ich nach einer Kaffeepause unterwegs schließlich mein Hotel in Chiang Mai. Die Reise beinhaltete zwei Übernachtungen, ich fuhr insgesamt rund 400 Kilometer.