Auf unserer Reiseseite berichten wir von unseren Ausflügen und Reisen
zu Fuß sowie mit Fahrrad, Auto, Bahn und Kreuzfahrtschiff.

Suphan Buri mit dem Motorroller im April 2026

Auf dieser dreitägigen Rundreise ab und bis Bangkok, die ich mit dem Motorrad unternommen habe – und die sich ebenso gut mit dem Auto absolvieren lässt –, erkunde ich die Sehenswürdigkeiten der nordwestlich der  thailändischen Hauptstadt gelegenen Provinz Suphan Buri. Die Strecke führt durch weite Ebenen vorbei an üppigen Reisfeldern und eröffnet Einblicke in eine ruhige, ländlich geprägte Region direkt vor den Toren der Bangkoks, in der mich beeindruckende Tempel und kulturelle Zentren erwarten.

24. April 2026 - Von Bangkok nach Suphan Buri

Von Bangkok aus führt die Route in nordwestlicher Richtung, vorbei an Nakhon Pathom, hinein in die benachbarte Provinz Suphan Buri. Nach rund 70 Kilometern erreichen wir unseren ersten Halt: die weitläufige Tempelanlage Wat Phai Rong Wua.

Mit dem Bau wurde 1959 begonnen, und heute beherbergt das Gelände eine beeindruckende Sammlung außergewöhnlicher religiöser Monumente – darunter das weltweit größte aus Bronze gegossene „Phra Thammachak“, der „Phra Kakusantho“, die größte Buddha-Statue aus Stuck, sowie der größte Gong und die größte Almosenschale der Welt. Die Anlage ist so großzügig angelegt, dass sich die einzelnen Bereiche bequem mit dem Auto erkunden lassen. Über eine Brücke gelangt man schließlich in einen Skulpturenpark, der in eindrucksvoller und teils sehr drastischer Weise die Vorstellungen von Himmel und Hölle veranschaulicht.

Nur wenige Kilometer weiter, gleich hinter einer Brücke über einen kleinen Fluss, erwartet uns bereits der nächste sehenswerte Tempel. Wat Tha Chedi überrascht mit einer ungewöhnlichen Idee: Hier wurden einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Welt detailreich nachgebildet.

Bei einem Spaziergang über das Gelände „reist“ man gewissermaßen durch verschiedene Länder – vom Himalaya über die Schweiz und die Niederlande und Belgien bis hin zu Frankreich und weiteren Stationen.

Da der Tempel etwas abseits der Hauptstraße liegt und leicht zu übersehen ist, empfiehlt es sich, die Koordinaten zu nutzen: 14.15401, 100.12767.

Anschließend geht es weiter ins Zentrum von Suphan Buri, wo ich mein Hotel beziehe. Nach Sonnenuntergang lohnt es sich, noch einmal durch die Stadt zu fahren: Der Fernsehturm und der zentral gelegene Uhrenturm sind stimmungsvoll beleuchtet und verleihen dem Ort eine ganz besondere Atmosphäre. Auch die Gebäude des Dragon Paradise Park (Heavenly Dragon Park) erstrahlen am Abend in eindrucksvollem Licht und sorgen für einen gelungenen Ausklang des Tages.


25. April 2026 - Von Suphan Buri nach U Thong

Der bereits am Vorabend besuchte Dragon Paradise Park wurde 1996 anlässlich des 20-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen Thailand und China errichtet. Die zahlreichen Gebäude und Ausstellungen sind einen Besuch wert. Besonders beeindruckend – und ein beliebtes Fotomotiv – ist der gewaltige Drache mit einer Länge von 135 Metern.

Im Anschluss geht es weiter zum zentral gelegenen Banharn-Jamsai-Turm. Mit einem Aufzug gelangt man für 20 THB auf die oberste Plattform in rund 80 Metern Höhe. Von hier oben eröffnet sich ein 360°-Blick über Suphan Buri und die ausgedehnten Ebenen der Umgebung. Der Turm selbst war bei seiner Fertigstellung im Jahr 1996 mit 123 Metern der höchste Aussichtsturm Thailands.

Nach wenigen Minuten Fahrt erreichen wir den weitläufigen Wat Phra Sri Rattana Mahathat, eine beeindruckende Tempelanlage, die moderne und historische Bauwerke harmonisch miteinander verbindet. Der Name „Mahathat“ – was so viel wie „große Reliquien“ bedeutet – ist ein gebräuchlicher Titel für bedeutende Tempel, etwa auch in Phitsanulok oder Lopburi.

Im zentral gelegenen Pavillon befindet sich eine besondere Sehenswürdigkeit: eine Reliefstatue, die als vergrößerte Nachbildung des hier entdeckten Amuletts Phra Phong Suphan gilt. Diese Art von Amulett zählt zu den begehrtesten in ganz Thailand. Der große Ruhm erklärt nicht nur die monumentale Darstellung, sondern auch das reichlich aufgetragene Blattgold, mit dem die Gläubigen ihre Verehrung zum Ausdruck bringen. Über einen hölzernen Steg können Besucher und Betende direkt zur Statue gelangen und sie aus nächster Nähe erleben und Gold aufkleben.

Ein paar Kilometer westlich der Stadt, direkt an der Hauptstraße, befindet sich das Thai Farmer’s Way of Life and Spirit Learning Center (Na Hia Chai). Die Anlage vermittelt auf anschauliche Weise das traditionelle Leben der Bauern in der Region. Neben Reisfeldern und landwirtschaftlichen Anlagen finden sich hier auch historische Gebäude wie typische Bauernhäuser, kleine Tempel und alte Ladenzeilen.

Besonders lebendig wird der Besuch durch die zahlreichen Wasserbüffel, die man nicht nur aus nächster Nähe beobachten, sondern auch füttern und streicheln kann. Ein großer Shop bietet regionale Produkte sowie landwirtschaftliche Erzeugnisse und sogar Ausrüstung für Bauern zum Verkauf an. Ergänzt wird das Angebot durch ein gemütliches Café und ein Restaurant, die zu einer entspannten Pause einladen.

Schon kurze Zeit später erreiche ich die kleine Stadt U Thong, im gleichnamigen Landkreis (Amphoe U Thong), in der ich auch übernachte. Ihren Namen verdankt sie Ramathibodi I, auch bekannt als U Thong, dem ersten König des Königreichs Ayutthaya im damaligen Siam, dem heutigen Thailand.

Nach einer kurzen Regenpause im Resort mache ich mich erneut auf den Weg zum etwas außerhalb der Stadt gelegenen Wat Khao Tham Thiam. Dort beeindruckt eine monumentale Buddha-Statue, die direkt aus einem natürlichen Felsen in einer steil aufragenden Klippe herausgearbeitet wurde. Mit einer Höhe von 108 Metern, einer Breite von 65 Metern und einem Sockel von 88 Metern zählt sie zu den eindrucksvollsten Darstellungen ihrer Art in der Region.


26. April 2026 - Von U Thong zurück nach Bangkok

Bevor ich mich auf den Rückweg nach Bangkok mache, lege ich noch einen letzten Stopp wenige Kilometer außerhalb von U Thong ein: den Phu Muang Forest Park. Bereits am großen Hinweisschild teilt sich die Straße – nach links führt sie zu einer sehenswerten Tempelanlage, nach rechts in das Waldgebiet mit einem Wasserfall.

Ich folge zunächst dem linken Abzweig zur Tempelanlage Wat Khao Tham Suea. Das großzügige Gelände lässt sich bequem mit dem Motorrad oder Auto erkunden. Die gepflegten Anlagen beherbergen zahlreiche Stupas, kunstvoll gestaltete Buddhafiguren sowie weitere religiöse Bauwerke und laden dazu ein, die besondere Atmosphäre in aller Ruhe auf sich wirken zu lassen.

Zurück an der Kreuzung biegen wir nun in den Naturbereich des Phu Muang Forest Park ab. Hinter dem Parkplatz trägt man sich zunächst beim Ranger in ein Besucherbuch ein, bevor es weitergeht.

Von dort sind es nur noch wenige Schritte bis zu einer idyllischen Anlage mit einem kleinen Wasserfall. Der Ort lädt zum Verweilen ein: Einige Besucher genießen hier ein Picknick, andere nutzen das klare, erfrischende Wasser für ein Bad – ein entspannter Abschluss der Tour inmitten der Natur.

Anschließend mache ich mich auf den Rückweg nach Bangkok – rund 130 Kilometer liegen noch vor mir, während die Eindrücke dieser abwechslungsreichen Reise langsam nachklingen.